(2) "Lieber Gott ...
       ich verzeihe Dir!"

"Mutti, Mutti, ich habe heute zum
ersten Mal ganz alleine zu Gott
gebetet." "Ja, und was hast du Ihm
denn gesagt?" "Ich habe gesagt:
Lieber Gott, ich verzeihe Dir!"

Schmunzeln über Kindermund –
Nachdenken über kindhaft
empfundenes (Un)Schuldbe-
wusstsein – Irgendjemand ist ja
immer schuld – Könnte es nicht
auch Gott sein?

Da spätestens klickt es. Schuld! –
Gibt es sie wirklich? Oder ist es
nur ein uraltes, Menschen ge-
machtes Konzept, um uns alle
wirksam einzuschüchtern?
Am Beginn einer Neuen Zeit, eines
Neuen Seins, muss diese Frage
gestellt werden.

Auf eine Ursache folgt die Wirkung;
so lautet das bekannte und
nachvollziehbare Gesetzt:
.


 











"Was du säst, das wirst du ernten".
Wie die Wirkung einer von mir ge-
setzten Ursache ausfällt, daraus
kann ich lernen und dafür grade
stehen. So ist evolutionäres
Wachsen angelegt.

Doch diesem klugen Lebensprinzip
wird unnötigerweise – aber sehr
wirksam – eine schwere Last über-
bordet: Die Schuld! Diese auferlegte
Schuld wirkt stark moralisierend,
wird zum Schuld-Bewusstsein, zur
Selbstverurteilung - und damit zur
Selbstmisshandlung.

      Schuld -
      gibt es sie wirklich?

Nun ist der Lerneffekt aber empfind-
lich gestört, denn ich kümmere mich
eher um meine Rechtfertigung - "Ich
war's nicht!" - als dass ich mich in
Eigenverantwortung dem Lern-
prozess stelle.
Mein Seinsaspekt, der doch die
Liebe ist und die vollkommene












Kraft Gottes, wird überlagert und
vernebelt durch diese fremde, be-
herrschende Kraft.
Ich bin gefangen in meinem Schuld-
komplex - und das schon seit meiner
Geburt. Er wirft mir ständig vor ein inkomplettes Wesen zu sein, das
sehnlich darauf wartet endlich‚
mündig' zu werden. Sollte ich nicht
besser vertrauen in das was ich bin?
(Schön nachzulesen in Galater
4, 1-11)

Der Morgen des Neuen Seins däm-
merte schon vor 2000 Jahren – doch
jetzt ist es Tag zu erkennen: Es ist
der "Verlorene Sohn", der bei seiner
Rückkehr ins Vaterhaus mit großen
Freuden empfangen wird, und nicht
der "Schuldige", dem erst noch ver-
ziehen werden muss.

Dieses Buch erlaubt den Einstieg in
eine Neue Zeit, ins Neue Sein.


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